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Seeberglinde und Burgäschisee/ SO und BE

 

Von Herzogenbuchsee aus fährt der Bus mit Zielort Wynigen über Niederönz, Oberönz, Seeberg und Grasswil nach Hermiswil. Dort starten wir unsere Wanderung. Zuerst geht’s ein Stück zurück auf der Hauptstrasse Richtung Seeberg. Dann folgen wir dem Wanderwegweiser nach Steinhof. Bald führt die Abzweigung rechts am Bauernhof vorbei und steigt durch den Wald an zum Weiler Am Holz. Mit Ziel Steinhof folgen wir dem Wegweiser und entdecken nach kurzer Zeit den grossen erratischen Block-die Grosse Fluh- in der Wiese links.

Der Weiler Steinhof, zum Kanton Solothurn gehörig, aber vom Kanton Bern umschlossen, liegt auf dem gerodeten Rücken des Hügels zwischen Önztal und Burgäschisee. Sein Name kommt nicht von ungefähr, wie die verschiedenen Findlinge in unmittelbarer Nähe zeigen.

Der Findling der Grossen Fluh besteht aus zwei riesigen Granitblöcken aus dem Wallis; der Rhonegletscher hat da also mitgewirkt. Während der grosse, massige Block auf der Erde liegt, ist der andere in einer schlanken Pyramide himmelwärts gerichtet. Die Grosse Fluh ist ein beliebtes Ausflugsziel von Schulklassen, Familien und Wandernden. Es hat hier auch Bänke und eine Feuerstelle. Stichworte wie Kraftort, Kraftfeld und ähnlich kommen hier auf.- Es ist eine besondere Stelle in der Landschaft, das merkt man. Ganz in der Nähe, über einen Feldweg erreichbar, liegt der zweite Findling, das Chilchliflüeli. Der vom Gletscher geschliffene Gneisblock liegt an einer Stelle mit herrlicher Aussicht auf die Alpen und in den Jura. Der Name weist darauf hin, dass der Stein als natürliche «Kirche» besucht wurde. Der Block war auch ein Kindlistein. Auf der nach Südwesten geneigten Oberfläche befindet sich eine Rutschrinne. Sie erinnert an den alten, früher weit verbreiteten Brauch, nach dem Frauen auf solchen Steinen hinunterrutschten, um dadurch Kinder zu bekommen. Die kleinen Kinder sollen übrigens auf dem Steinhof nicht vom Storch gebracht werden, sondern aus der grossen Spalte der Grossen Fluh kommen.

Die Wanderung führt uns weiter zurück in den Weiler Steinhof, wo wir dem Wegweiser zur Kirche Seeberg folgen. Einen kleinen Abstecher erlauben wir uns noch: In der Kapelle in Steinhof findet sich die Statue einer Schwarzen Madonna, ein weiterer Kraftort. Nach einem Waldstück queren wir ein kleines Tal und wandern weiter auf angenehmem Waldweg, der auf einer Anhöhe über dem Dorf Seeberg gelegenen Kirche zu. Wann die Kirche erbaut wurde, ist unbekannt. Nach der Sage sollte sie im Dorf errichtet werden, und das Baumaterial lag schon bereit. Eines Morgens wurde es jedoch am heutigen Standort der Kirche vorgefunden. Da nur übernatürliche Kräfte den Transportüber den steilen Hang hinauf in einer einzigen Nacht bewerkstelligt haben konnten, baute man das Gotteshaus dort, wo sich früher schon in vorchristlicher Zeit auf dem Berg eine Kultstätte befand.

Unmittelbar ausserhalb der Kirchenmauer steht beim seitlichen Eingang unsere ungefähr 500jährige Sommerlinde. Im Schatten des mehrteiligen Stamms mit einem Umfang von etwa 9 Metern lässt sich auf einer Bank verweilen. Sie wird auch Reformationslinde genannt, weil sie offenbar in der Zeit anfangs 16. Jh. gepflanzt wurde.

Den Kirchhügel von Seeberg verlassen wir dann auf dem Weg, den wir gekommen sind und folgen dem Wegweiser zum Burgäschisee. Kurz nach der Kreuzung mit der Hauptstrasse von Herzogenbuchsee nach Kirchberg stehen wir am Seeufer. Ein schmaler Uferpfad führt uns links am See entlang zu Bootsstegen und Brätlistellen. Der Burgäschisee ist ein kleiner naturnaher Fleck in einer Umgebung, in der es weitherum nichts Vergleichbares gibt. Das merkt man am Andrang der Erholungssuchenden an schönen Tagen. Nicht nur das Strandbad ist dann bis zum letzten Platz gefüllt, auch Fischer besetzen die Uferstege. Am Westufer des Sees liegt aber noch ein naturnaher Seeuferwald, der Erlenschachen. Davor ist eine grosse Zone von See- und Teichrosen erhalten geblieben. Auf über 15 ha Wald hat hier Pro Natura einen Dienstbarkeitsvertrag abgeschlossen. Auf dem Seeuferweg gelangen wir hin. Erlen und Eschen herrschen vor, dazwischen wachsen Traubenkirschen. Kuckuck und Pirol sind hier noch Brutvögel. Im lichten Wald wächst viel Unterwuchs, Farn, Brennnessel, Rühr-mich-nicht-an, Goldnessel und Labkraut. Altes, mit Moos bewachsenes Holz, liegt am Boden. Stelzenförmige Wurzeln der Erlen deuten darauf hin, dass der Erlenschachen früher häufig überschwemmt wurde. Heute kommt das nicht mehr vor. 1943 wurde nämlich der Seespiegel um 1,50 m abgesenkt, um im Rahmen der Anbauschlacht während des Zweiten Weltkriegs neues Kulturland zu gewinnen. Schon 1880 hatte man den See zum ersten Mal gesenkt und das Sumpfland entwässert. Die ganze Ebene zwischen Winistorf, Burgäschi und Aeschi war früher eine Moorlandschaft. Der Burgäschisee ist aus einem riesigen Eisklumpen entstanden, welcher der Rhonegletscher vor 15 000 bis 20 000 Jahren auf seinem Rückzug in einer Mulde zurückgelassen hat. Das Eis taute auf und bildete einen See, an dessen Ufer sich schon vor 6 000 Jahren die ersten Steinzeitbauern niederliessen. Bei den beiden Absenkungen wurden nämlich mehrere «Pfahlbauer»-Siedlungen entdeckt. 1943 wurden die beiden Stationen West und Ost entdeckt, nachdem bis dahin nur die Siedlung am Nordufer bekannt war. Siedlungen der Alt- und Mittelsteinzeit aus der Zeit von 10 000 bis 5 000 v.Chr. sind ebenfalls nachgewiesen. Den Namen hat der See von einer gänzlich verschwundenen Burg der Ritter von Esche bekommen. Das von drei Seiten von Wasser umgebene Gemäuer stand nördlich des Restaurants Seeblick. Letzteres erreichen wir über den Uferweg im nordöstlichen Teil des Sees. Hier reichen Privathäuser fast an den See und ein Bootsverleih sorgt für Betrieb. Das Strandbad neben dem Restaurant ist nur zu empfehlen. Zu den steinzeitlichen Siedlungen ist hier eine Info-Tafel aufgestellt. Seit 2011 gehören sie zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Wie hin?

-nach Herzogenbuchsee, SBB-Linie Olten-Bern, Fahrplanfeld 450

-mit dem Bus vom Bahnhof Herzogenbuchsee über Seeberg und Grasswil nach Hermiswil, Linie 54, Fahrplanfeld 40.054

Wie zurück?

-vom Burgäschisee zur Bushaltestelle Kreuzstrasse der Linie 54 nach Herzogenbuchsee 15 Min zu Fuss.

Wie lange?

-Hermiswil – Steinhof   30 Min.

-Steinhof – Kirche Seeberg 30 Min.

-Kirche Seeberg – Burgäschisee   20 Min.

-Umrundung Burgäschisee   30 Min.

Kartenmaterial:

LK 1: 25 000 Solothurn, Nr.1127;     Schweiz Mobil Karte















 
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