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Die Hagstelli

 

Eine Grenzhecke im Napfbergland zwischen Eriswil/BE und Luthern/LU
 

 
Grenzstreitigkeiten gaben gegen Ende des 16. Jh. den Anstoss, auf dem Grenzkamm zwischen den beiden Dörfern Eriswil (im Kanton Bern) und Luthern (im Kanton Luzern) eine Hagstelli zu pflanzen. Mit dem lebendigen gepflanzten „Hag“, einer Hecke, soll die Grenze für alle ersichtlich markiert werden und Mensch und/oder Tier, unterwegs mit guten oder eher weniger guten Absichten „gestellt“, zum Halten gebracht werden.
Heute soll hier niemand mehr „gestellt“ werden, heute liegt die Hagstelli auf dem viel begangenen Grenzweg durch das Napfbergland. Dieser startet bei der barocken Anlage des ehemaligen Klosters St. Urban, führt nach Eriswil der Hagstelli entlang über Ahorn, Gume und die Obere Scheidegg und Hochänzi auf den Napf, dann durch das obere Entlebuch und weiter über das Brienzer Rothorn zum Brünigpass. Die 75 km lange Strecke in einer einzigartigen Landschaft kann in fünf bis neun Tagen zurückgelegt werden.
Die Hagstelli führt wie die Chinesische Mauer hinauf über die Hügel, die „Eggen“ und hinunter in die Täler, die „Chrächen“ oder „Gräben“. Schon von weit her sind die Bäume, vor allem Buchen, aber auch Ebereschen und Fichten, zu sehen. Viele der Buchen sind zwei-, drei- oder sogar vierhundertjährig. In der natürlichen, lebendigen Grenze klaffen heute grössere und kleinere Lücken – manche wurden immer wieder bepflanzt,manche blieben offen. 2004 führte der Verein „ pro Luthertal“ eine Baumpflanzaktion beim Ahorn durch. Baumpatenschaften ermöglichten die Realisierung dieser Idee, der hoffentlich Erfolg beschieden sein wird. Auf dem Weg Richtung Napf gleich nach dem Ahorn, beim Hof Chatzerschwand und auf der Obern Scheidegg ist die Hagstelli besonders gut erhalten.
Gepflanzte Baumreihen als Abgrenzungen bei Grundstücken oder als Grenzen zwischen Gemeinden oder Ländern gab es früher vielerorts. Ein schönes Beispiel erlebte ich (noch) auf der Wanderung auf dem Jakobsweg im Burgund westlich von Vézélay. Die Landschaft zeigt sich hier reich gegliedert durch Hecken, in denen verstreut mächtige Eichen wachsen. Im Rheingau im Gebiet des Taunus trifft man noch Reste einer „Baumbefestigung“, das „Gebück“ genannt, wegen den immer wieder zu Boden gebogenen und miteinander verflochtenen, „gebückten“ Hain- und Rotbuchen. In diesem undurchdringlichen Gestrüpp –Brombeeren und Schwarzdorne taten das ihrige dazu- erlaubten nur einzelne offene Stellen, die leicht zu verteidigen waren, ein Durchkommen.
 

Um die Hagstelli zu entdecken, gibt es verschiedene Wander-Möglichkeiten.
Eine Möglichkeit –die bequemere- hat als Startpunkt das Bergrestaurant Ahorn. Dies ist nur mit dem Privatauto erreichbar. Richtung Napf nehmen wir den Wanderweg. Mit wenig Steigung geht’s entlang der Hagstelli über Gume, Chatzerschwand zum Naturfreundehaus Aemmital und der Obern Scheidegg. Der Wanderweg zieht sich weiter zu Eggstall, Hochänzi und schliesslich auf den Napf. Wer nicht bis auf den Napf wandern will, kann im Eggstall oder auf Hochänzi umkehren. Oder erst in Nideränzi; dort hat es ein Restaurant.

Wie hin?
Mit dem Privatauto auf Ahorn. Restaurant von Mai bis Oktober täglich von 9 bis 24 h geöffnet, von November bis April von 10 bis 24 h geöffnet, Montag und Dienstag geschlossen.

Wie zurück?
Wie bei der Anreise

Wie lange?
-Ahorn, Bergrestaurant, 1120 m ü.M. – Gume, 1166 m ü.M. – Chatzerschwand, 1158 m ü.M. – Naturfreundehaus Aemmital, 1149 m ü.M. 1 Std.
- Naturfreundehaus Aemmital – Ob. Scheidegg, 1210 m ü.M. – Eggstall, 1253 m ü.M. – Hochänzi, 1339 m ü.M. 1 Std.
(-Höchänzi - Nideränzi - Napf, 1407 m 1 Std. 30 Min.)

Besonderes:
Diese Wanderung ist eine meiner Favoriten. Die Landschaft im Napfgebiet ist Balsam für die Seele.


Eine weitere Möglichkeit ist eine Rundwanderung von Luthern aus.
Der Wanderweg führt steil aus dem Dorf hinaus zum Heuberg und hinauf zum Höchstutz. Auf dem Höhenweg des Wernisegggrates geht’s weiter zum Bergrestaurant Ahorn. Der Ausblick ins Mittelland und zum Jura ist fantastisch. Auf dem oben beschriebenen Grenzpfad wandern wir der Hagstelli entlang bis zur Obern Scheidegg. Nun geht’s auf einem Parallelgrat zum Aufstieg durch Wälder und Felder hinunter Richtung Luthern. Bei der Untern Hirsenegg leitet uns die Markierung hinunter zum Wilmisbach und zum Dorf zurück.

Wie hin?
- mit dem Zug von Huttwil bzw. Wolhusen nach Zell oder Hüswil, Fahrplanfeld 440
- von Zell oder Hüswil mit dem Bus nach Luthern, Fahrplanfeld 60.282

Wie zurück?
Wie bei der Anreise

Wie lange?
Luthern, 778 m ü.M. – Ahorn, 1120 m ü.M. 1 Std. 30 Min.
-Ahorn – Ob. Scheidegg, 1210 m ü.M. 1 Std. 10 Min.
- Ob. Scheidegg – Luthern 1 Std. 30 Min.

Besonderes:
Der Dorfkern von Luthern mit Gemeindehaus, Zehntenspeicher, Pfarrhof und Kirche gilt als Kleinod von nationaler Bedeutung. Die Pfarrkirche birgt Rokokostukkaturen und –altäre.
Weitere Infos beim Regionalen Verkehrsbüro Willisau oder auch unter www.napf.ch 
 

 


 








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