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In der Emmentaler Hügellandschaft von Burgdorf nach Dürrenroth/BE

 

Gerstlereibe und Tannelinde
 

Beim Bahnhof Burgdorf folgen wir dem gelben Wegweiser zur Wynigebrügg. Kaum unter der Bahnlinie durch stehen wir in einer kleinen Parkanlage vor einem Mammutbaum und einer Zeder. Der Emme nach flussaufwärts kommen wir dann bald zur Wynigebrügg. Die alte Holzbrücke aus dem späten 18. Jahrhundert, die über den Brunnbach führt, die Innere Wynigebrügg, steht etwa 200 m stadteinwärts. Die Äussere Wynigebrügg über die Emme wurde 1961 abgerissen und durch eine Betonkonstruktion ersetzt. Nach der Brücke steigen wir rechts in den Wald hinauf und stehen wenig später vor der Siechenkapelle und dem Siechenhaus. Sie stehen an der früher wichtigen Hauptverbindung Burgdorf-Huttwil-Willisau-Luzern, einem Teilstück des Jakobswegs. Immer noch im Wald führt der Weg durch einen Hohlweg Richtung Sommerhaus. Durch die Leuenhohle steigen wir auf. Mehrere Abschnitte des mittelalterlichen Hohlweges, tief in den Sandstein eingeschnitten, sind erhalten. Die alte Strasse ist ein typisches Beispiel eines mittelalterlichen Höhenwegs mit zum Teil steilen Anstiegen auf die Bergrücken. Warum benützte man nicht die Täler und Ebenen? Im Mittelalter waren diese in der Regel versumpft oder überschwemmungsgefährdet und daher für Rosse und Wagen ungeeignet.  Zudem konnten so direktere Routen gewählt werden. Auf dem Höhenrücken zwischen Wynigen- und Heimiswiltal  geniessen wir die Aussicht auf das Hügelland gegen die Ebene der untern Emme und bis zum Jura. Das geteerte Strässchen windet sich über die Egg, vorbei an Höfen und an einer Nagelschmiede mit davorstehender Linde, dem Kaltacker zu. Auf der Luegstrasse  am schönen Gasthof Hirschen vorbei erreichen wir bald den Hof Gerstler. Nahe des Hofs am Waldrand –nicht sofort erkennbar unter den umgebenden Bäumen- steht die bekannte Gerstlereibe. Ihre Äste berühren den Boden und bilden um den mehrteiligen Stamm einen kleinen Raum. Eine Tafel vor der Eibe gibt uns Auskunft darüber, dass sie Ende des vorletzten Jahrhunderts gefällt und an der Weltausstellung 1900 in Paris gezeigt werden sollte. Die Naturforschende Gesellschaft erwarb zum Glück den Baum und stellte ihn unter Schutz. Sein Alter wird auf tausend Jahre geschätzt. Stolz auf den alten Baum stellt das Gemeindewappen von Heimiswil eine stilisierte Eibe dar. Weiter geht’s zu den Höfen der Heimismatt, zur Wirtschaft Lueg und zum Aussichtspunkt und Denkmal auf der Lueg. Bei gutem Wetter bietet die Lueg, ein bekannter und beliebter Treffpunkt im Emmental, eine grandiose Sicht auf die Emmentaler Hügel und bis in die Alpen. Neben dem Denkmal für die Berner Kavalleristen des 1. Weltkriegs finden wir auch einen Rastplatz unter einer Linde und eine Feuerstelle vor. Über Junkholz kommen wir nach Affoltern und Weier. Dort nehmen wir den Anstieg zu den Höfen Untertanne und Obertanne in Angriff. Kurz darauf erreichen wir auf schönem Platz mit weiter Aussicht die „Tannelinde“, ein wunderschöner Baum, eine Winterlinde. Von hier aus sehen wir im Rund über ein halbes Dutzend Linden auf den Hügeln thronen; die geschlossene Wuchsform ohne herausragende Äste machen sie erkenntlich, …wir sind uns sicher, das kann nur eine Linde sein. Die Linden auf den „linden“ Hügeln des Emmentals sind, im Gegensatz zu den Dorflinden, die eine gemeinschaftsverbindende Funktion hatten im Zentrum des Dorfes, und den Linden bei Bauernhöfen, die zusätzlich eine Schutzfunktion wahrnahmen, Grenz- oder Marchlinden. Es bleibt offen, ob sie auch eine optisch-landschaftsverschönernde Funktion hatten. Die Tannenlinde ist mit einem BHU von 5.60 m nicht besonders dick, weist aber eine besondere schlanke Form auf: Die Krone wurde zurückgeschnitten und ist daher stark in die Höhe gewachsen. Über der Bank an der Linde hängt ein Kasten mit einem Gedicht von J. Käser: Ein schöner Vergleich der Linde im Wechsel der Jahreszeiten mit dem Menschenleben zwischen Wachsen und Vergehen, Jugend und Alter. Über die Weiler Brunne und Huebbach geht’s weiter bis nach Dürrenroth zur Bushaltestelle neben dem bekannten Hotel Bären.

Wie hin?
Ausgangspunkt ist der Bahnhof Burgdorf, Linie Olten-Bern, Fahrplanfeld 450

Wie zurück?
Von Dürrenroth mit dem Bus nach Huttwil, Fahrplanfeld 30.483. Mit dem Zug nach Langenthal an der Linie Olten-Bern oder nach Huttwil (-Wolhusen-Luzern), Fahrplanfeld 440.

Wie lange?
Burgdorf, 530 m ü.M. – Wynigebrügg – Kaltacker, 706 m ü.M. – Gerstler, 727 m ü.M. – Lueg, Wirtschaft, 838 m ü.M. – Lueg, Denkmal, 888 m ü.M.       2 Std. 20 Min.                           
Lueg, Denkmal – Affoltern i.E., 801 m ü.M. – Weier i.E., 736 m ü.M. – Tannelinde, 833 m ü.M. – Brunne, 801 m ü.M. – Dürrenroth, 689 m ü.M.     2 Std.

Kartenmaterial:
Lk 1: 25 000 Burgdorf, Nr. 1147 und Sumiswald, Nr. 1148
Wanderkarte Schweiz Mobil 1: 60 000 Emmental

Hartbelag vor und nach Kaltacker, bei Gerstler, vor der Lueg und von Affoltern bis Weier.
Die Idee zu dieser Wanderung, die die Gerstlereibe mit der Tannelinde verbindet, verdanke ich Rita Bossert. Sie bringt den Zauber der Bäume auf dem „Drei-Linden-Pfad“ Interessierten näher. Gerne verweise ich dazu auf www.regenbogenlicht.ch


 












 
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