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Baumwanderung von Spiez nach Thun/BE

 

Schoreneiche, Bettlereiche und Schadaupark

 

Auf der Nordseite des Bahnhofs Spiez findet sich der Wanderwegweiser Richtung Spiezberg und Einigen. Wir gehen durch den Ort, zweigen dann links ab zum Spiezberg, vorbei an Kirche und Schulanlage und erreichen den Waldrand über Spiez, von wo wir eine Aussicht auf die Seebucht mit dem Schloss, die Oberländer Viertausender vom Schreckhorn bis zur Jungfrau und die Pyramide des Niesen, die beherrschend über Spiez steht, haben. Nach der kurzen Wanderung über den Spiezberg erreichen wir bei einer Feuerstelle den Aussichtspunkt auf das untere Seebecken des Thunersees. Im Weiler Spiezmoos unterqueren wir Strasse und Bahnlinie und wandern weiter über einen bewaldeten Bergrücken. Der See und die Südhänge des Niederhorns, des Sigriswiler Rothorns und der nördlich anschliessenden Hügelketten begleiten uns weiter. Bei Riedere gelangen wir auf den Jakobsweg, dessen eine Variante hier von Spiez herkommend Richtung Amsoldingen weiter führt und bis zur Kirche in Einigen auch unser Weg ist. Bei dieser Kirche mit schöner, ruhiger Lage am See, schalten wir einen Halt ein. Das kleine Gebäude mit dem spitzen Turm und Rundbogenfenstern, die wenig Licht in den Raum einlassen, was eine intime Atmosphäre schafft, ist einen Besuch wert. Der Legende nach soll König Rudolf II. von Hochburgund (gestorben 937) auf Grund eines Traumes 12 Kirchen in dieser Gegend rund um die Mutterkirche Einigen gestiftet haben. In der Nähe einer (heilenden) Quelle gelegen war sie bis zur Reformation ein Wallfahrtsort.
 Auf dem Wanderweg geht’s weiter zum Strättligsteg, der die Kander überbrückt und einen Tiefblick in das künstlich geschaffene Flussbett erlaubt. Der Kanderdurchstich ermöglichte, den Fluss, der vorher die Aare erst unterhalb Thuns erreichte, direkt in den Thunersee zu führen. Ab 1714 floss das Wasser durch einen 300 m langen Stollen seewärts, noch im gleichen Jahr stürzte das darüberliegende Gestein ein. Heute präsentiert sich die Schlucht wie von der Natur erschaffen. Kurz steigt der Weg dann an zum Strättligturm, Burganlage und Aussichtspunkt, als Pulverturm und heute als Festlokal genutzte Anlage aus dem Mittelalter.  Weiter auf dem Hügelkamm, einem Moränenhügel, vorbei an drei mächtigen Linden gelangen wir zum Geländeeinschnitt Gwattegg. Kurz davor machen wir noch Halt unter einer Linde, bei der Tische und Bänke stehen. Richtung Schoren verlassen wir bald den Wanderweg, zweigen rechts ab und halten immer abwärts wandernd dem Waldrand zu, den wir bei einem Parkplatz erreichen. Stadtwärts kommen wir in den Winkelweg, unterqueren eine Umfahrungsstrasse und stehen vor der Schoreneiche. Inmitten von Häusern auf einer kleinen Wiese steht der mächtige Baum, der zuerst mal einen imposanten Eindruck macht. Ein gewaltig dicker Stamm mit ebensolchen Haupt- und Nebenästen trägt eine breite Krone. Leider ist über ihre Geschichte nichts bekannt.
Weiter geht’s durch die Schorenstrasse, dem Veloweg folgend Richtung See. Unter der Bahnlinie durch, vorbei an Kirche und Schule kommen wir beim Campingplatz an die Hauptstrasse. Etwa 50 m links, eingeengt von Häusern und Strasse, einem Vorplatz und Hauseinfahrten steht auf minimalstem Raum die Bettlereiche. Ein Schild gibt über sie Auskunft. Sie soll mit einem Alter von 600 -700 Jahren die grösste Stieleiche des Kantons Bern sein; sogar die mit dem mächtigsten Stamm schweizweit. Einiges musste sie erdulden: 1902 wurden 2 Äste abgesägt und 1922 sollte sie der Aussicht wegen gefällt werden. Im folgenden Jahr konnte ihr Bestehen dann rechtlich abgesichert werden und 1946 wurde sie zum kantonalen Naturdenkmal erklärt. 1986 erfolgte Pflegearbeiten sollen sie erhalten. An der Strasse ins Oberland gelegen suchten früher Fahrende und Bettler unter ihrer Krone Schutz. Heute präsentiert sie sich nur noch als Schatten ihrer selbst, als Fremdkörper, eingeklemmt  zwischen den Häusern und der stark befahrenen Strasse.
Am Camping  vorbei gehen wir am Rande des Bonstettenparks zum See. Ein sagenhafter Ausblick auf Berge und See belohnt uns. Der Weg folgt jetzt dem Seeufer durch das Naturschutzgebiet Seeallmend, quert aber auch Einfamilienhaus- und Villenquartiere, und geht an Strandbad und Schiffswerft vorbei weiter zum Schadaupark. An schönen Tagen ist der Weg sehr belebt. Schloss Schadau beherbergt ein Restaurant mit wunderschöner Terrasse und das Schweizerische Gastronomiemuseum. Im Park, nach der Mitte des 19. Jh. als englischer Landschaftsgarten angelegt, finden wir rund um das Schloss einen Gehölzlehrpfad. 128 Pflanzen, bekannte und weniger bekannte –von der Esche und der Eibe bis zur Parrotie oder der Gleditschie und nicht zuletzt der Mammutbaum, der sich hinter der Kirche Scherzligen,  einer der 12 tausendjährigen Thunerseekirchen, befindet- werden hier vorgestellt.  Plan und Verzeichnis der Bäume finden sich auf www.schloss-schadau. gehölzlehrpfad. Es lohnt sich, beides vor dem Besuch sich zu beschaffen. Dann steht einem spannenden Ausflug in die Welt der Bäume nichts mehr im Weg.  Den Hafenanlagen entlang, wo die Dampfschiffe der Thunerseeflotte anlegen, ist es nicht mehr weit zum Bahnhof.

Wie hin?
Mit der Bahn nach Spiez, Fahrplanfelder 300 (Bern-Visp) und 310 (Bern-Interlaken)

Wie zurück?
Ab Bahnhof Thun, Fahrplanfelder 300 und 310

Wie lange?
Bahnhof Spiez, 607 m ü.M. – Spiezberg, 687 m ü.M. – Spiezmoos, 620 m ü.M. –Riedere ,  634 m ü.M. – Einigen, Kirche, 574 m ü.M.    1 Std. 20 Min.
Einigen, Kirche – Strättligsteg – Strättligturm, 655 m ü.M. – Gwattegg, 636 m ü.M. – Schoreneiche, 562 m.M.    40 Min.
Schoreneiche – Bettlereiche beim Camping, 558 m ü.M. – Schloss Schadau und Kirche Scherzligen – Bahnhof Thun, 560 m ü.M.    45 Min.

Kartenmaterial:
LK  1: 25 000 Thun, Nr. 1207











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