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Über Jurahöhen vom Col du Marchairuz nach St- Cergue/VD

 

Durch den Garten Eden zu den Tannen um La Borsatte

Nur an Sonntagen vom Mai bis Oktober fährt der Bus von der Bahnstation Allaman an der Linie Lausanne-Genf auf den Marchairuz-Pass. Gleich hinter dem Hotel/Restaurant beginnt der ruhige Jurawald. Abwechselnd durch Wald und Weidegebiet, vorerst am Nordhang, den Kreten in südwestlicher Richtung folgend, geht es gemütlich weiter. Der Weg ist als nationale Wanderroute, Jurahöhenweg und Fernwanderweg Pyrenäen-Jura-Balaton mit der „5“ klassiert. Auch durchqueren wir auf der Wanderung das Kernstück des Naturparks Jura vaudois. Er umfasst das Gebiet zwischen Genfersee und den Jurakreten an der französischen Grenze. Ziel des Parks ist eine schonende Nutzung und Rücksichtnahme auf Natur und Kultur. Die überaus reiche Kulturlandschaft kann aber nur erhalten werden, wenn auch Wald- und Landwirtschaft unterstützt werden. Hier sind wenige Leute unterwegs, wir schätzen das und geniessen die Einsamkeit. Auffallend ist die überaus reiche Flora: an eher schattigen Hängen finden sich (Mitte Juni) Löwenzahn und Schlüsselblumen, an sumpfigen Stellen die Bachbunge, während gleichzeitig an sonnigen Plätzen der Enzian (v.a der Gelbe) grosse Bestände bildet und neben Akelei und Eisenhut Orchideen und Trollblumen am Blühen sind. Der Wanderweg führt in stetigem Wechsel von Auf und Ab weiter durch Waldstücke und über schmale Weiden. Auf den Viehweiden treffen wir ab und zu auf Trockenmauern, zement- und mörtellos errichtet, die zur Abgrenzung der Weiden der verschiedenen Besitzer aufgebaut, sich ins Landschaftsbild bestens einpassen und zudem allerlei kleineren Tieren einen idealen Lebensraum bieten. Beim Alpgebäude La Neuve wendet sich der Weg südwärts und erreicht den höchsten Punkt bei Crêt de la Neuve. Hier ist die Aussicht bei guten Bedingungen überwältigend: Über den Genfersee hinweg zur Alpenkette vom Pilatus (!) bis zu den Savoyer Alpen mit dem Mt. Blanc. Über Perroude de Marchissy – wo an Wochenenden ein Buvette die durstigen Seelen lockt – und Perroude de Vaud erreichen wir die Alphütte Le Planet. Nachher fällt der Weg steil hinunter zum Alpgebäude Les Frasses, von wo er dann anschliessend durch kühlen Wald zu den Ruinen des Couvent d`Oujon, eines ehemaligen Kartäuserklosters, hinüberführt. Weiter kommen wir bald zum Hof La Conriéry, wo uns rechter Hand eine Trockenmauer mit schönen Baumhaseln, Weissdornen, Eschen und Vogelbeerbäumen begleitet. Unterhalb Les Agozats vorbei gelangen wir später durch ein Waldstück und über eine mit Einzelbäumen bestandene Weide zur Fahrstrasse zwischen St-Cergue und La Borsatte. Unweit dieser Kreuzung und quasi als krönenden Abschluss- die restlichen 20 Minuten nach St-Cergue auf asphaltierter Fahrstrasse sind nicht mehr besonders- treffen wir auf eine eindrückliche Riesentanne mit dem enormen Brusthöhenumfang von 6.25 m. Nicht entgehen lassen dürfen wir uns von hier aus einen kurzen 10-minütigen Abstecher nach La Borsatte. Treten wir ein in diese Lichtung, sie gehört zur Gemeinde Arzier, sehen wir links leicht am Hang unterhalb eines Gebäudes eine Gruppe von fünf Tannen. Die grösste von ihnen mit abgebrochener Spitze trägt den Namen „Benjamin“. Eine Tafel, mitten in der Wiese, aus welchem Jahr sie stammt, lässt sich leider nicht herausfinden, sie muss aber Jahrzehnte alt sein, macht auf zwei Tannen aufmerksam: Den „ Benjamin“ mit einem Alter von 210 Jahren, einer Höhe von 40 m und einem Umfang von 5.60 m und „ Le Candalabre“ mit einem Alter von 380 Jahren und einem gewaltigen Umfang von 7 m! Letztere steht nicht mehr. Die wenigen verbrannten  Überreste finden sich 25 m unterhalb des „Benjamin“. Eine Dritte im Bunde stand etwas links, inmitten von jungen Laubbäumen finden wir ihre Überreste, ein kleines Stück eines Strunks, das ihre ehemalige Grösse schwer erahnen lässt. Von den ehemals drei Riesentannen ist also nur der jüngste, der Benjamin, übriggeblieben. Gehen wir auf der Fahrstrasse hundert Schritte weiter, sehen wir in der Skyline des östlichen Waldrands zwei Riesentannen als höchste Bäume aufragen. Das sind zwei Anwärter, um im nächsten oder übernächsten Jahrhundert die Stelle der gefallenen Riesen einzunehmen.

Wie hin?
Mit dem Zug nach Allaman an der Strecke Lausanne-Genf, Fahrplanfeld 150. Mit dem Bus auf den Col du Marchairuz, Fahrplanfeld 10.723, fährt nur am Sonntag von Mai bis Oktober.

Wie zurück?
Mit der Bahn NStCM von St-Cergue nach Nyon, Schnellzugshalt an der Strecke Genf-Lausanne, Fahrplanfeld 155

Wie lange?
Col du Marchairuz, 1447 m ü.M. – Crêt de la Neuve, 1494 m ü.M. (höchster Punkt)  1 Std. 20 Min.
Cret de la Neuve – Perroude de Marchissy, 1429 m ü.M. –Perroude du Vaud, 1371 m ü.M. – Le Planet, 1364 m ü.M. – Les Frasses, 1151 m ü.M. –Ruines du Couvent d`Oujon, 1150 m ü.M. –Kreuzung St-Cergue-La Borsatte, ca. 1115 m ü.M.   2 Std. 50 Min. 
Abstecher nach La Borsatte, 20 Min. hin und zurück.
Kreuzung St-Cergue-La Borsatte - Bahnhof St-Cergue   20 Min.

Kartenmaterial :
LK 1.25 000 Marchairuz Nr. 1241 und Nyon Nr. 1261
Weitere Infos zum Parc Jura vaudois unter www.parcjuravaudois.ch

PS: Eine bereichernd-beglückende Wanderung; meine Begleiterin schwärmte Wochen später noch davon.
 















 
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