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Unterwegs zwischen Willisau und Luthern/ LU 


Von der Linde auf Honig zum Pimpernussbaum bei der Bösegg-Kapelle

 
Vor dem Bahnhof in Willisau nehmen wir den Bus Richtung Hergiswil/Hübeli bis zur Haltestelle Feld. Hier zweigt der Wanderweg nach rechts ab an einem Bauernhof vorbei und steigt durch einen Hohlweg zum Hof Under-Honig an. Beim übernächsten Hof –Gross-Honig- nehmen wir den Weg über den Stall-Vorplatz und stehen bald vor der mächtigen Linde. Hier haben wir eine grossartige Aussicht Richtung Süden vom Pilatus bis zum Napf und in die Hügellandschaft rings um Hergiswil. Richtung Norden reicht der Blick bis in den Jura. An dieser bevorzugten Lage treffen wir zuerst auf die riesige Linde. Sie hat einen Stamm-Durchmesser von ca. 2.50 m; in etwa 3 m Höhe teilt sich der Stamm in drei riesige Hauptäste. Daneben steht eine kleine Kapelle, ein Helgenstöckli, datiert von 1540, renoviert 1926. Das vergitterte Fenster erlaubt einen Blick auf vier Heiligenstatuen, darunter eine dunkle Madonna mit Kind (!). Auf einer Tafel ist zu lesen:
Anno 1540 kam eine Witwe „Meyer“ mit ihren Kindern auf die Honegg welche ca. 100 Jucharten Land umfasste vom Bernbiet her und pflanzte hier auf der Honegg 746 m ü.M. 5 Winterlinden.
Wenn wir vor der gewaltigen Linde stehen, glauben wir gerne, was über ihr Alter ausgesagt wird.
Neben dem Helgenstöckli steht ein abgesägter Baumstrunk, dann noch zwei kleinere und zwei „mittelalterliche“ Linden. Zwischen den beiden letzteren steht eine steinerne Engelsfigur, einen Wanderer schützend. Eine Bank und eine kleine Feuerstelle laden zum Da-Sein ein.

Mit wenig Steigung führt der Weg weiter über die Hügellandschaft; über Wiesen, durch kleine Waldstücke und vorbei an Gehöften. Bei schönem Wetter ist von hier sogar ein Blick auf die Berner Viertausender zu erhaschen. Bei der letzten Weggabelung nehmen wir den nach rechts führenden Fahrweg zur Bösegg-Kapelle.
Die heutige Kapelle auf dem Hügelrücken über dem Luthertal wurde 1949 an der gleichen Stelle wie ihre Vorgängerin errichtet. Sie liegt im Schatten einer mächtigen Buche. Wallfahrer liessen die Kapelle bauen als Dank für die glückliche Heimkehr von einer Wallfahrt nach Santiago de Compostela. Die Legende dieser Wallfahrt ist auf Tafeln in der Kapelle dargestellt. Die Hauptverkehrsachse Willisau- Huttwil und damit der Jakobsweg aus der Region Bodensee nach Bern, Freiburg und Lausanne führte hier vorbei. Die beiden Pimpernussbaum-Sträucher vor dem Aufgang zur Kapelle sollen aus einem Stab gewachsen sein, den die Pilger auf dem Heimweg schnitten.
Noch bis in die 1930er Jahre war die Kapelle als Wallfahrtsort bekannt. Die Bibernüssli vom Pimpernussbaum wurden mit nach Hause genommen. In Hergiswil galt es als gutes Vorbeugemittel, einige Bibernüssli in der Tasche mitzutragen.
Der Pimpernussbaum -ich muss gestehen, dass ich ihn bis anhin nicht gekannt habe- ist ein 3 bis 5 m hoher Strauch. Er kommt in Mitteleuropa an Hängen und Waldrändern vor. Die Blätter sind 5- oder 7-zählig gefiedert und die Blüten hängen in weisslichen Rispen. Der Name kommt wohl von den Früchten. Das sind aufgeblasene Kapseln, in denen eine Nuss klappert, wenn sie reif ist. Das mittelhochdeutsche „pimpern“ heisst klappern.
Zur Entstehungsgeschichte der Kapelle existiert die folgende Sage: Der Bösegger sei mit seinen beiden Söhnen nach Santiago gepilgert. Unterwegs hätte aber in einem Gasthof die Tochter des Wirts dem jungen Bösegger schöne Augen gemacht, doch dieser hätte sie nicht beachtet. So hätte sich das Mädchen rächen wollen und dem Sohn einen silbernen Becher in den Rucksack gesteckt und, nachdem dieser mit seinem Vater und Bruder weitergezogen sei, die Polizei auf ihn gehetzt. Das Gericht machte kurzen Prozess und liess ihn aufhängen. Vater und Bruder zogen weiter, in Santiago aber hätte der Vater eine Vision gehabt und so seien sie denselben Weg zurückgegangen und hätten den Sohn und Bruder am Galgen noch lebend gefunden. Nicht lange wunderten sie sich darüber, sondern schnitten ihn schnell ab und zogen nach Hause. Aus Dankbarkeit errichteten sie dann hier auf der Bösegg die Kapelle.

Von der Bösegg aus gibt es die Möglichkeit, in einer Viertelstunde die Bushaltestelle Schachen zu erreichen, von wo der Bus nach Zell fährt.

Wir führen die Wanderung weiter über die Hochfläche über dem Luthertal bis nach Zell.
Zuerst auf einer Teerstrasse, dann über einen Feldweg führt sie uns zum Hof Saalberig, wo wir den Wanderweg nach rechts wählen über Saalberig und Stocki. Dieser Weg ist etwas länger, aber viel angenehmer als die geteerte Fahrstrasse über Oberwil. Den Bahnhof in Zell erreichen wir dann von Süden her.

Wie hin?
-mit dem Zug auf der Linie Langenthal-Huttwil-Willisau-Wolhusen-Luzern nach Willisau,
Fahrplanfeld 440
-mit dem Bus nach Hergiswil/Hübeli vom Bahnhof Willisau bis Haltestelle Feld, Fahrplan-
Feld 60.272

Wie zurück?
-mit dem Bus von der Haltestelle Schachen nach Hüswil oder Zell an der Bahnlinie nach Huttwil bzw. Willisau, Fahrplanfeld 60.282
-von Zell mit dem Zug nach Huttwil bzw Willisau, Fahrplanfeld 440

Wie lange?
-Haltestelle Feld, 587 m – Linde Honig, 746 m 30 Min.
-Linde Honig – Bösegg-Kapelle, 748 m 45 Min.
-Bösegg-Kapelle – Zell, 588 m, über Saalberig-Stocki 1 Std. 15 Min.

Besonderes:
-Kennen Sie den Pimpernussbaum? Hier haben Sie die Gelegenheit, ihn kennen zu lernen!
-So nebenbei: Das Städtchen Willisau ist ganz sehenswert.


 
 

 









 

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