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Über den Col de l`Aiguillon/VD

 

Eine Esche, Tannen und Buchen, Bergahorne: eine Baumwanderung  der Superlative

Nach aussichtsreicher Bahnfahrt von Yverdon über Baulmes kommen wir  in Ste-Croix an. Wir wandern  Richtung Col des Etroits nordwärts zum Dorf hinaus, kurz vor der Passhöhe geht’s nach links Richtung L`Auberson. Auf der Nordseite des Mont des Cerfs sind wir auf der Via Francigena, der mittelalterlichen Verbindung, Handelsachse und Pilgerroute, von Canterbury über Frankreich und die Schweiz nach Rom auf  wunderschönem Weg übers Feld unterwegs. Breite Jurahäuser, Einzelgehöfte, am Horizont Wald, man merkt, dass Frankreich nahe ist. Vor der Kirche in L`Auberson geht’s links weg Richtung Col de l`Aiguillon. Im nahen Weiler Les Grangettes kommen wir an einer grossen breit ausladenden Esche vorbei. Über Wiesen und Weiden geht’s moderat bergauf bis Pt. 1262. Auf dem Wanderweg weiter westwärts gelangen wir dann auf die asphaltierte Passstrasse. Ihr folgen wir abwärts bis zur Refuge de la Joux bei Pt. 1230, hart an der Grenze zu Frankreich. Sitzbänke und Feuerstelle laden zu einer Rast ein. Ein Wegweiser macht uns auf den Sentier des Géants, den Weg zu den grossen Tannen und zu der grössten, der sapin président, aufmerksam. Hier treffen wir auf eine enorme, mir bisher unbekannte Dichte von mächtigen Tannen. Stück auf Stück folgt sich, die dickste – eine Prima inter pares - ist mit einer Tafel gekennzeichnet, auf welcher ihre Wuchsfortschritte verzeichnet sind. 1966 hatte sie einen Brusthöhenumfang von 3.86 m, der bis 2006 auf 4.56 m anwuchs und  aktuell bei 4.69 m ist. Zurück bei der Refuge folgen wir der Passstrasse. Am Rand laufend können wir dem Hartbelag etwas „ausweichen“. Auf der Passhöhe biegen wir um die eindrückliche Felsnase der Aiguilles de Baulmes herum und queren die Wiese Richtung Grange Neuve. Auf der Geländekuppe neben einem Haus treffen wir zuerst auf eine markante Tanne, deren hohler geschwächter Hauptstamm in ca. 7 m Höhe abgebrochen ist, ein Seitenast aber voll intakt ist. Südlich der Fahrstrasse kommen wir zu einer sagenhaften Tanne mit einem dicken zweiteiligen Hauptstamm, der mit einem Brusthöhenumfang von 6 m ostseitig hohl ist. Ein beeindruckender Baum, den man hier gar nicht erwarten würde. Nach Grange Neuve, einer Alpwirtschaft, bewirtet in der Alpsaison, beginnt der Aufstieg zum Le Suchet. Schön ist es hier Ende April, wenn die Wiesen mit Schlüsselblumen und Krokussen bedeckt sind, letzte Schneereste am Nordabhang liegen. Nordwärts blicken wir über endlose waldbedeckte Hügel Richtung Frankreich. Der Wald verschwimmt in der Weite mit dem Horizont, unsere Fantasie geht weiter über die Franche Comté hinaus in die Ebenen Burgunds. Dann auf dem Gipfel des Le Suchet geht der Blick phänomenal weit über die Orbe- Ebene bis zu den Berner Alpen, vom Wetterhorn bis zu den Savoyer Alpen mit dem Mt. Blanc. Unterhalb des Chalet du Suchet, der Alpwirtschaft, offen täglich vom Mai bis Oktober, nehmen wir den Wanderweg Richtung La Mathoulaz. Treten wir zum Wald hinaus bei Le Rez finden wir neben einer Riesentanne ein Alpgebäude. Westwärts schliesst eine Weidemauer mit sagenhaft geformten uralten Weidebuchen und Bergahornen das Gelände ab. Unser Baum- Herz schlägt höher bei diesem Anblick. Eine Stromleitung führt westwärts und durch einen Mauerdurchlass folgen wir den Masten auf einem Grasweg.  Wir treffen auf ein Kleinod! Starke Tannen und Buchen, einzeln oder in Gruppen, und einige Bergahorne bilden die Weidelandschaft „Petit Chalet“, eine Landschaft, die die Sinne anspricht und die selten anzutreffen ist. Bei einer doppelstämmigen Tanne mit einem Brusthöhenumfang von 5.75 m wandern wir, nun parallel zur Fahrstrasse, etwa auf der Höhenkurve bleibend, bis zu einem Stall bei Montagne Devant, Pt. 1278. Von hier ist es nicht mehr weit zur nächsten Zwischenstation La Languetine. Vor dem Alpgebäude treffen wir auf den Bergahorn, zwei weitere stehen in der Ebene. Der urig aussehende mit Moos überwachsene Baum, stimmig hier stehend,  ist ein Prachtsexemplar. Höhlungen, Öffnungen und Buckel bilden einen knorzigen, eigentümlich geformten Stamm, weit weg von der Erscheinungsform eines Bergahorns aus „Welcher Baum ist das?“  Unten auf der Fahrstrasse wenden wir uns zurück Richtung Montagne Devant, nehmen die erste Abzweigung rechts und gelangen dann zum Wanderweg hinunter nach Lignerolle. In grosszügigen Kehren führt der Forstweg über die 500 Höhenmeter hinunter ins Dorf. Der Bus bringt uns nach Orbe.

Wie hin?
Mit der Bahn von Yverdon-les-Bains nach Ste-Croix, Fahrplanfeld 212.

Wie zurück?
Mit dem Bus von Lignerolle bzw. Ballaigues nach Orbe, wenige Kurse Mo bis Fr, Sa und So nur Rufbus Publi Car, 0800 60 30 60, 5 Fr. Zuschlag, Fahrplanfeld 10.685.  Von Orbe mit der Bahn nach Chavornay an der Linie Yverdon-Lausanne, Farplanfeld 211, dort umsteigen. Lausanne-Yverdon: Fahrplanfeld 210.

Wie lange?
Ste- Croix, 1066 m ü.M. – L`Auberson, 1100 m ü.M.   1 Std.
L`Auberson – Les Grangettes, 1118 m ü.M. – Pt. 1262 bei Creux des Neiges –Refuge de la Joux, 1235 m ü.M. mit Sentier des Géants      1 Std.
Refuge de la Joux – Col de l `Aiguillon, 1284 m ü.M. – Tannen bei Les Praz, ca. 1300 m ü.M. – Grange Neuve, 1356 m ü.M. – Le Suchet, 1589 m ü. M.   55 Min.
Le Suchet – Chalet du Suchet, 1489 m ü.M. – Le Rez, 1238 m ü.M. – Weidelandschaft « Petit Chalet – Montagne Devant, 1278 m ü.M. – La Languetine, 1217 m ü.M.     1 Std. 10 Min.
La Languetine – Lignerolle, 760 m ü.M.   40 Min.   VARIANTE : von La Languetine über La Bessonne, 1090 m ü.M. nach Ballaigues, 861 m ü.M.  1 Std. 20 Min.

Kartenmaterial :
Lk  1:25 000 Ste-Croix, Nr. 1182 und Orbe, Nr. 1202.

Lange Wanderung über stille Jurahöhen. Interessante Bäume, ein Muss für Baumfreundinnen und –freunde: Die Weisstannen bei der Refuge de la Joux und bei Les Praz, die Weidelandschaft „Petit Chalet“ sind eine (auch längere) Anreise unbedingt wert. Der Ausblick vom Gipfel des Le Suchet ist phänomenal.























 
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