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Auf dem Jurahöhenweg zur Linde von Linn/AG

Ausgangspunkt unserer Wanderung ist die Staffelegg-Passhöhe, der Übergang vom Aare- ins Fricktal, die wir mit dem Postauto bequem von Aarau aus erreichen. Von der Passhöhe wenden wir uns ostwärts und folgen der Strasse etwa 650 m bis zum Parkplatz am Übergang ins Schenkenbergertal. Vor dem Parkplatz zweigt unser Wanderweg, bald nach rechts zum Waldrand sich wendend, ab. Bis zu unserem heutigen Tagesziel – der Linde- ist er mit „Höhenweg“ beschildert: Ein rautenförmiges Zeichen, oben rot, unten gelb, hilft uns zudem weiter. Vorerst an einer Magerwiese entlang, nachher durch lichten Wald führt der Weg leicht ansteigend dem Südhang des „Hards“. Nach einer Doppelkurve erreichen wir mit 750 m ü.M. den höchsten Punkt beim Grenzstein der Gemeinden Thalheim und Densbüren. Nun wechselt der Weg eine Jurakette weiter nordwärts zum „Chläbwald“. Nach etwa einer Viertelstunde öffnet sich der Wald und der Blick reicht von der Gislifluh rechts zum Chestenberg und ins Reusstal bis zum Heitersberg. Auch taucht vor uns der Hügel mit den Türmen der Ruine Schenkenberg auf. Dem Höhenweg folgend streben wir dem „Chillholz“ zu, dem „Pass“ von den Schenkenberghöfen nach Zeihen im Fricktal. Hier haben wir die Halbzeit unserer Wanderung erreicht: 1 Std. 10 Min. bis zur Staffelegg, noch 1 Std. 5 Min. bis Linn. Zuerst durch ein Wäldchen, nachher über eine Wiese, führt uns der Höhenweg dem Linnerberg zu. Bei der Feuerstelle „Möseren“ nehmen wir die Abzweigung nach Linn. Auf der Flanke des Linnerbergs führt der Weg zu einem Aussichtspunkt. Weit reicht der Blick bis zur Alpenkette; unter uns sind die Dörfer Veltheim und Wildegg, weiter südwärts die Stadt Lenzburg mit dem Schloss. Auf der Nordabdachung des Linnerbergs geht’s weiter unserem heutigen Ziel entgegen. Bald entdecken wir durch das Laub die ersten Häuser des Dörfchens Linn. Am Dorfausgang Richtung Bözberg und Brugg steht unsere sagenhafte Linde.

Die Linde von Linn ist mit einer geschätzten Höhe von 25 m, einem Umfang von 11 m und einem Alter von 500 bis 800 Jahren eine der mächtigsten Linden der Schweiz. Über sie wird berichtet, dass sie eine Pestlinde sei, über einem Pestgrab gepflanzt. Nähme man den Seuchenzug von 1669 an- das  letzte grössere Auftreten der Pest in der Schweiz-, als die Dörfer auf dem Bözberg fast ausstarben, wäre sie jetzt fast 350 Jahre alt, wäre sie nach dem Pestzug von 1348, dem europaweit schlimmsten, gepflanzt worden, wäre sie fast doppelt so alt.

Die Sage erzählt uns von einem Jüngling, einziger Überlebender der Pestseuche, der allein es nicht schaffte, die vielen Toten auf den Friedhof nach Unterbözberg zu fahren. So schaufelte er ausserhalb von Linn ein grosses Grab. Auf dem Grabhügel pflanzte er als Schutz und Kennzeichnung der Stätte eine junge Linde. Das Bäumchen wuchs und wurde zum Riesen. Seitdem wurde die Bözberggegend von der Pest verschont.


Wie hin?
Mit dem Bus von Aarau Bahnhof zur Passhöhe Staffelegg, Fahrplanfeld 50.135


Wie weiter?
-Wanderung nach Villnachern  40 Min., Bus nach Brugg,  Fahrplanfeld 50.371   

-Wanderung nach Schinznach-Bad, SBB-Haltestelle an der Linie Aarau-Brugg   1 Std. 20 Min.,  Fahrplanfeld 650

-Wanderung nach Vierlinden   35 Min., mit dem Bus nach Brugg, Fahrplanfeld 50.137

-Wanderung nach Brugg   1 Std. 40 Min.

–Wanderung nach Effingen durch das Sagemülitäli  55 Min., Bus nach Brugg oder Frick, Fahrplanfeld 50.137

-direkt von Linn nach Brugg mit dem Bus, Fahrplanfeld 50.372


Wie lange?
Staffelegg, 621 m ü.M. – Linn, Linde, 680 m ü.M.   2 Std. 15  Min.


Unter der Linde, Ziel unzähliger Schulreisen, aber auch von Besucherinnen und Besuchern aus Nah und Fern, unter ihrem breiten Blätterdach fühlt man sich geborgen. Auf einer Bank sitzend, neben dem verwitterten Stamm, kommt man zur Ruhe, hier lässt einen auftanken. Unter den Linden, nicht nur in Berlin, traf man sich zum Reden, zum Tanz, zum Flanieren, die Linde ist ein Baum des Gemeinschaftlichen, nur- einem wurde der Baum, bzw. das Blatt auf seinem Rücken, das ihn verwundbar machte, zum Verhängnis. Vielen Orten gab sie ihren Namen, von Lindau über Lindenfels, und noch mehr Wirtshäusern, die einen Lindenbaum im Schild führen und wo man im Schatten der Bäume zusammenkam. Lindenholz ist seidig glänzend,  dicht und vor allem weich und deshalb leicht zu bearbeiten. Im ausgehenden 15. Jahrhundert erlebte das Bild- und Figurenschnitzen, die Holzbildhauerei, eine erste Blütezeit. Auch heute noch ist es eines der beliebtesten Schnitzhölzer. Schafft es die Linde, von der Liebe der Bildhauer und Schnitzer verschont zu werden, wächst sie über Jahrhunderte wie hier zum Kunstwerk der Natur heran, zum Wahrzeichen in der Landschaft.


Leichte Wanderung mit wenig Höhenunterschieden, auch für Kinder ideal.


Quelle zur Sage: Menschen Geister Fabeltiere, Lehrmittelverlag des Kantons Aargau, 1991







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