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Zu den Weiden an der Lorze in Maschwanden/ZH

 

Uralte Weiden am Wasser

 

Die Station Knonau an der Bahnlinie Zürich-Zug ist unser Startpunkt. Gleich neben dem Bahnhofgebäude steht ein alter Schwarzdorn, der jetzt im Frühling mit seiner Blütenpracht die Bienen anlockt. Wir folgen dem Wanderwegweiser nach Frauental, kommen durchs Dorf zum Schloss. Links und rechts des Gebäudes stehen Platanen. 1786 gepflanzt sind sie zu Riesenbäumen herangewachsen und mit einem Durchmesser von 2 m sollen sie die grössten Platanen der Schweiz sein. Westwärts auf Hartbelag erreichen wir bald eine kleine Anhöhe, von wo der Blick frei wird zwischen Rigi und Pilatus auf die noch schneebedeckten Unterwaldner Gipfel. Der Wanderweg führt weiter über den Hof Hatwil nach Islikon. Hier wäre ein kurzer Abstecher zum Zisterzienser-Kloster Frauental möglich. Die Anlage, umgeben von Wäldern und Wiesen, auf einer Insel, von den beiden Armen der Lorze gebildet, wartet mit einer sehenswerten Kirche im Rokoko-Stil auf. Ein Klosterladen –geöffnet 13.30 -16.45 h- führt Karten, Kunstführer, Kerzen, Handarbeiten und Esswaren im Sortiment.
Wir wenden uns nordwärts zum Hof Grischhei und dann links hinein ins Naturschutzgebiet Hasplen. Auf diesem Weg durch Riedwiesen mit Einzelbäumen zweigt bei Pt. 389 ein schmaler Pfad ab an die Lorze. Hier ist ein Durchgehen erlaubt, vorne am Fluss südwärts ist der Durchgang gesperrt. Flussabwärts treffen wir auf  aussergewöhnlich schöne alte Weiden, vielleicht 150, vielleicht 200 Jahre alt, mit zum Teil ausgehöhlten Stämmen mit noch intakter Aussenwand, die in 2 bis 3 m Höhe in dünne Äste übergehen. Wer sich genauer achtet, wird in einer Weide den Weidenkönig erkennen, der seiner Dame zugewandt sicher schon ein halbes Weidenleben lang ihr um die Hüfte fasst. Wir folgen dem Fluss abwärts, die Flusslandschaft nehmen wir gerne mit den Sinnen auf.
An der Hauptstrasse bei der Lorzenbrücke wandern wir hinein in die Maschwander Allmend, ins Gebiet Rüssspitz. Links und rechts treffen wir auf Schilfwiesen mit einzelnen Bäumen oder Baumgruppen. Rechterhand der Lorze ist das Gebiet Rözi, wo viele alte Weiden das Flussufer säumen. Während die Allmend auf bezeichneten Wegen begangen werden kann, ist das Betreten der Rözi untersagt. Dieses Gebiet ist stark verlandet. Es ist vorgesehen, die offenen Wasserflächen wieder auszudehnen, um die Artenvielfalt zu erhalten. Die Maschwander Allmend und der Rüssspitz zwischen Reuss und Lorze bilden eine der letzten grossen Riedebenen im Mittelland, hier durch weite Feuchtwiesen mit einzeln stehenden Weiden und einen im Norden abschliessenden Auenwald geprägt. Früher sah das Reusstal überall so aus. Durch Menschenhand, nämlich durch die im Herbst erfolgende Streuemahd (mahd = mähen) wird die Verstrauchung des Gebiets verhindert und die einprägsame Struktur als offene Riedwiese erhalten.
 Auf den  Riedflächen brüten seltene Vogelarten wie Kiebitz, Brachvogel und Wiedehopf. Zwischen dem Schilf blühen Ende  Mai blau die sibirischen Schwertlilien und gelb der Klappertopf, dann im Juni lila bis purpurrot die Prachtnelke.Weiss schimmert das Wollgras und später im Jahr erscheinen vor der auffälligen Herbstfärbung des Pfeifengrases die blauen Blüten der Schwalbenwurz- und Lungen-Enziane.
Über Jahrhunderte kam es durch Reuss-Hochwasser immer wieder  zu starken Überschwemmungen. Die Anwohner waren in einem dauernden Kampf gegen die Launen des Flusses und die Veränderungen seines Laufs. Im Winter errichteten sie geflochtene Zäune aus Holz und füllten die Lücken dahinter mit Steinen und Erdmaterial auf. Die Meerenschwander jenseits der Reuss versuchten gutnachbarlich mit ihren Verbauungen die Überschwemmungen auf die Maschwander Seite zu beschränken. Immer wieder brach der Fluss die kleinen Dämme. Erst der grosse Dammbau 1919-1924 setzte dem ein Ende.
1947 wurde für das Gebiet ein Schutzvertrag abgeschlossen. Wegen der grossen Belastung durch die Erholungssuchenden müssen die Schutzbestimmungen laufend angepasst werden. Naturschutz heisst ja nicht, einfach etwas sich selbst zu überlassen. Er ist eine Werthaltung, die für das Überleben von  möglichst vielen und vor allem verschiedener Arten einsteht.
Bei einer alten Weide fast vorne am Reussdamm wenden wir uns flussaufwärts bis zur Brücke in Mühlau. Die zum Teil schnell dahinfliessende Reuss – es hat nur wenige Stellen, wo wir an ruhigeren Stellen zum Wasser gelangen können, die Strömung sollte nicht unterschätzt werden -  begleitet uns. Ein kurzer Anstieg durchs Dorf zum Bahnhof  beschliesst unsere Wanderung.

Wie hin?
Mit der Bahn von Zürich oder Zug nach Knonau, S 9, Fahrplanfeld 800


Wie zurück?
Mit der Bahn von Mühlau nach Rotkreuz/ Zug oder Lenzburg, S 26,  Fahrplanfeld 653


Wie lange?
Knonau, 436 m ü.M. –Richtung Frauental nach Hatwil, 406 m ü.M. und Islikon, 402 m ü.M.  50 Min.     Abstecher zum Kloster Frauental 10 Min.
Islikon – Grischhei, 392 m ü.M. - Naturschutzgebiet Hasplen – Lorzenbrücke Maschwanden, 390 m ü.M.  35 Min.
Lorzenbrücke Maschwanden – Rüssspitz – Reussdamm – Brücke Mühlau. 394 m ü.M. – Station Mühlau, 445 m ü.M.  1 Std.


Kartenmaterial
Lk 1: 25 000  Albis, Nr. 1111

Entspannte Wanderung mit wenig Höhenunterschied, einziger Anstieg von der Brücke Mühlau zur Station. Im Reservat auf den Wegen bleiben; das Gebiet Rözi ist ganz gesperrt.


















 
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